Antalya - ein Ausflug in Vergangenheit und Gegenwart

Die an der türkischen Riviera gelegene Stadt Antalya, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, präsentiert sich ihrem Besucher mit einem breiten Spektrum an Eindrücken. Antike Bauwerke und Beschaulichkeit stehen modernsten Gebäuden und pulsierendem Leben gegenüber.



Unser Besuch dieser interessanten und vielschichtigen Stadt nahm ihren Anfang im „Golden Perge“, einer der größten Schmuckmanufakturen der Region. Nach einer kurzen Führung durch Werkstätten und Ausstellungsräume hatten die Gäste Gelegenheit, dem Personal Fragen zu stellen, eigene Schmuckstücke zum Reinigen abzugeben und, vorausgesetzt, das Budget erlaubt es, auch Schmuck zu kaufen.

Weiter ging es mit dem Bus durch die Altstadt von Antalya und vorbei an verschiedenen sehenswerten Bauwerken, die wir jedoch leider aus Zeitgründen nicht näher besichtigen konnten und für die sich ein weiterer Besuch der Stadt gewiss lohnen würde. Das Mittagessen nahm unsere Reisegruppe in einem Restaurant direkt am Rande der Klippen ein. Abgesehen von der reichhaltigen Mahlzeit, die mit hervorragend zubereitetem Salat und Gemüse auch für Vegetarier keine Wünsche offen ließ, konnten wir obendrein auch noch einen geradezu atemberaubenden Blick auf die Bucht unter uns.

Höhepunkt unseres Aufenthalts in Antalya war sicherlich der Besuch des großen Volks-Bazars, der in seiner Lebendigkeit und Buntheit ganz so ist, wie man sich einen orientalischen Bazar so vorstellt! Hier wurden Bauchtanzkostüme angeboten, dort verschiedenste Gewürze, daneben wieder Wäsche und Bekleidungsartikel... Ungewohnt war es für uns Touristen erst einmal, dass es sich geradezu als Ding der Unmöglichkeit herausstellte, an einem Stand einmal länger als fünf Sekunden stehenzubleiben, ohne von dem dazugehörigen Verkäufer sofort in Beschlag genommen zu werden. Gut, dass unser Reiseleiter uns schon im Vorfeld auf diese Situation vorbereitet und den Rat gegeben hatte, einfach schnell weiterzugehen, am besten dabei energisch den Kopf zu schütteln. Wie er uns versicherte, ist das dort durchaus gebräuchlich und wird keineswegs als Unhöflichkeit verstanden.

Natürlich konnten wir dennoch nicht widerstehen, auch etwas zu kaufen. Schon beim ersten Stand der Tee und Türkischen Honig anbot, wurden wir schwach. Der Verkäufer, der recht gut deutsch sprach, bot uns gleich als erstes Tee an, zeigte uns dann die verschiedensten Arten von Süßigkeiten, erklärte uns sogar ganz genau, wie sie hergestellt werden. Selbstverständlich durften wir sämtliche Sorten auch probieren, um uns unsere Wahl zu erleichtern. Im Endeffekt kauften wir weitaus mehr, als wir das ursprünglich vorgehabt hatten – nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Vermutlich hätten wir es im Duty-free-Shop oder im Supermarkt billiger haben können, denn das im Bazar übliche Handeln gehörte gerade zu unseren starken Seiten, sodass wir für unseren Türkischen Honig und verschiedene Teesorten eine recht stolze Summe bezahlen mussten. Aber dafür hatten wir hier nun garantiert handgemachte türkische Süßigkeiten erstanden und überdies die einzigartige Atmosphäre dieses Verkaufs erlebt, was in unseren Augen den vielleicht tatsächlich etwas zu hohen Preis allemal wettmachte.

Den Abschluss der Fahrt bildete ein Besuch in einer großen Ledermanufaktur, bei welcher uns ein weiteres Stück der modernen Türkei präsentiert wurde. Auffällig war, mit welcher Herzlichkeit und Freundlichkeit sich sämtliche Verkäufer (wie übrigens auch das Personal in unserem Hotel) um uns bemühten und versuchten, auf all unsere Wünsche und Fragen einzugehen und uns unseren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Ob man das nun als reine Strategie oder als eine tatsächliche Verfasstheit werten will, mag dahingestellt bleiben. Wir jedenfalls haben es als eine außerordentlich schöne und angenehme Atmosphäre empfunden und von ganzem Herzen genossen.