Ein kulturelles Antalya
Enge Gässchen, salzige Meerluft und tausend orientalische Düfte – streift man durch die kleinen Sträßchen der türkischen Küstenstadt Antalya, so wird man aus dem Genießen der fremdartigen Welt nicht mehr heraus kommen. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz – Antalya – hat durchaus mehr zu bieten, als die touristischen Hochburgen.
Auch wenn der Flug mit den „Turibombern“ durchaus anstrengend sein kann, da er vergleichbar mit den Flügen auf die spanische Partyinsel Mallorca ist, so wird der kulturbewusste Besucher bald nach seiner Landung mehr als entschädigt!
Am schönsten ist es, wenn man sein Lager in dem alten Innenstadtkern Antalyas aufschlägt. Hier ist kein Anzeichen von überfüllten touristischen Billighotels, man kann sich hier nach den Tagesausflügen richtig schön bei einem Bummel durch die Straßen erholen – das Meer lässt sich hier von einer Steilküste herab bewundern – um zum Schwimmen in das smaragdfarbene Wasser zu gleiten, muss man durch die Stadt an einen der langen Sandstrände marschieren. Dies ist vielleicht ein kleiner Nachteil, den man, sollte man einen ruhigen Urlaub genießen wollen, jedoch auf jeden Fall eingehen sollte.
Um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen, bietet sich eine schöne Rundfahrt mit dem Busunternehmen „Dolmus“ an. Hier werden Sie keine Sehenswürdigkeit der Stadt verpassen. Die Rundfahrt ist so ausgelegt, dass bei jeder Sehenswürdigkeit gehalten wird und man genügend Zeit hat, sich umzusehen.
Besonders eindrucksvoll ist hierbei das Hadrianstor. Es bildete das Eingangstor zur Altstadt Antalyas und wurde im Jahre 130 für den Besuch Hadrians, in der Art eines römischen Triumphbogens erbaut. Es ist das einzige noch erhaltene Tor zur Altstadt und absolut sehenswert!
Um bei dem römischen Kultureinfluss zu bleiben, sollte man sich die Städte Perge und Aspendos auf keinen Fall entgehen lassen. Hier war das Zentrum des römischen Einflusses, der aus dem 2. Jahrhundert bis 395 nach Christus, hier vorherrschte. Das Amphitheater Aspendos ist eines der größten und best erhaltensten der Welt - es fasst bis zu 20 000 Besucher und begeistert die Wissenschaftler noch heute durch seine einmalige Akustik! Noch heute werden dort in den Sommermonaten Konzerte oder Ballettstücke aufgeführt. Am besten erkundigt man sich bei seinem Reiseveranstalter, wann diese Ereignisse stattfinden und besorgt sich unbedingt Karten hierfür – es wird für Sie ein einmaliges Erlebnis sein!
Etwas Entspannung, nach den kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet das wundervolle türkische Hinterland Antalyas. Die Duden - Wasserfälle sind ein Naturspektakel, das vor allem Kinder begeistern wird. Sie sind circa 10 Kilometer von der Stadt Antalya entfernt und spezielle Führungen werden Ihnen die schönsten Ansichten auf das Wasser zeigen. Sie werden sehen, wie das Wasser direkt aus dem Felsinneren ausgespuckt wird! Zudem werden Sie, wie in Abenteuer - oder Westernfilmen, hinter die Wasserfälle begleitet. Wenn man lieber selbst die Gegend erkunden, ist dies selbstverständlich auch möglich.
Es ist ein Ritual der Stadtbewohner an schönen Tagen des Wochenendes hier her zu kommen und großartige Picknicks zu veranstalten. Wenn man dies auch eingeplant haben sollte, dann sollte einem dies bewusst sein – lieber unter der Woche hinaus fahren und dann die Ruhe richtig genießen! Wichtig ist außerdem, dass es trotz des Waldes und des Wassers sehr heiß werden kann und sowohl für die Kühlung der Speisen, als auch für ausreichend Getränke zu sorgen ist.
Noch einmal hoch kulturell wird es, besucht man das Archäologische Museum Antalyas. Es hat auf
7 000 Quadratmetern 13 Ausstellungsräume und präsentiert antike Kunst, die vor Ort bei Ausgrabungen geborgen wurde. Neben dem Archäologischen Museum Athens, ist dieses das wichtigste und größte und auf keinen Fall nur etwas für Kunstinteressierte. Die imposanten Herrscherstatuen aus dem 2. und 3. Jahrhundert sowie viele weitere Ausstellungsstücke tragen die Geschichte in sich und sind mit einem besonderen Reiz umhüllt.
Nach all den Sehenswürdigkeiten muss auch an das leibliche Wohl gedacht werden. Was den Touristen sehr entgegen kommt ist, dass bevor man etwas serviert bekommt, meist ein kleines Tablett gebracht wird, auf dem „Häppchen“ der angebotenen Speisen zum Probieren und Ansehen bereitgestellt werden. So muss man nicht von einer unverständlichen Karte aus blind wählen, sondern kann gleich nach dem Geschmack gehen. Sie sollten jedoch auf keinen Fall Schweinefleisch erwarten oder schon gar danach fragen. Schweinefleisch ist in dieser Region ein absolutes Verbot, auf Grund des Glaubens. Man findet viel frischen Fisch vor, der jedoch sehr teuer ist. Des Weiteren wird mit allen möglichen Gemüsesorten experimentiert und die Süßwahren sprechen für sich selbst. Am besten kauft man sich hiervon welche auf dem Basar – das erweitert den geschmacklichen Genuss mit einem speziellen Erlebnis. Wer sich noch nicht so recht mit der türkischen Küche anfreunden kann, der kann sich auch hier bei McDonalds niederlassen und altbekanntes verzehren!
Wie schon erwähnt – Antalya hat mehr zu bieten, als nur Strand, Cocktails und Party und ist sicherlich auch für Kulturbegeisterte und diejenigen, die einen ruhigeren Urlaub wünschen ein empfehlenswertes Reiseziel!