Antalya im Wandel der Zeit
Ich war und bin ein großer Fan der Türkei. Deshalb war ich auch schon 8 mal in diesem Land, dessen Menschen in der Mehrzahl sehr gastfreundlich gegenüber Touristen auftreten. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Diese findet man überwiegend in den dichten Einkaufsstraßen. Dort kann es durchaus einmal vorkommen, daß bei einer Angebotsablehnung die Freundlichkeit in Ärger umschlagen kann. Trotzdem war ich immer in der Region Antalya unterwegs. Für mich war und ist es eine der schönsten Ferienregionen in der Türkei. Von dort hat man eine Unmenge Möglichkeiten die Region zu erkunden.
Bautätigkeit:
In den achtziger Jahren als ich das erste mal in Antalya war, fand ich die Stadt und die Region noch als sehr übersichtlich. Die Straßen waren noch sehr breit und es gab noch große Lücken zwischen den Gebäuden, wie zum Beispiel bei den Hotelbauten. Man fand sich gut zurecht. Im Laufe der Jahre jedoch wurden immer neue Hotels und Pensionen gebaut und die Lücken begannen sich langsam zu schliessen. Paralell wurden zahlreiche Geschäfte eröffnet. Alle zumeist in unmittelbarer Nähe der neu gebauten Hotels. Man wußte genau, daß man an diesen Standorten ordentlich Geld verdienen kann. Es gibt aber auch viele Orte, wo man dies natürlich auch ziemlich übertrieben hat. In diesem Jahr allerdings, als ich das letzte mal dort war, erschrak ich jedoch. Einiges war einfach verschwunden. Der Basar in Antalya zum Beispiel, der immer ein großer Anziehungspunkt der Stadt war, ist schlichtweg nicht mehr da. An seiner Stelle gibt es nur noch ein provisorisches Hüttenquadrat, in dem man versucht den Charakter eines Basars aufkommen zu lassen. Sämtliche noch so kleine Flächen wurden zugebaut. Hotels wurden in Rekordzeit gebaut und noch vor Fertigstellung wurden Einmietungen vorgenommen. Der dadurch zwangsläufig entstandene Baulärm wurde gleich mitvermietet.
Tourismus:
Der Tourismus in der Region Antalya hat sich im Laufe der Zeit sehr stark entwickelt. Schon zu Anfangszeiten kamen viele Touristen hier an. Es war auch so, daß zu dieser Zeit das Publikum noch sehr gemischt war. Das Zusammenspiel zwischen den Menschen klappte in den meisten Fällen sehr gut. Dies hat sich nun zwischenzeitlich sehr geändert. Das Publikum ist nun ein anderes als zuvor. Die großen Hotels in und um Antalya verlagern ihre Werbetätigkeit momentan überwiegend nach Osteuropa und hauptsächlich nach Rußland. Es vergeht kein Tag, an dem nicht Gruppen von Reisebüromitarbeitern aus Rußland durch die Hotelanlagen geschleußt werden. Was ebenfalls auffällt, daß man sehr wenige Touristen aus Deutschland antrifft. Auf meine Nachfrage dort erhielt ich die Auskunft von Angestellten der Hotels, daß die deutschen Touristen sehr vermißt werden.
Preisentwicklung:
In den achtziger Jahren war die Türkei noch eines der günstigsten Urlaubsländer überhaupt. Die Preise für Essen und Trinken waren derart günstig, daß man mit Fug und Recht behaupten konnte, daß man einen billigen Urlaub verbracht habe. Die Preise wurden natürlich im Laufe der Zeit auch in der Türkei angehoben. Die europäische Einführung des Euro jedoch, gab den Preisen einen enormen Schub nach oben. Obwohl die Türkei den Euro noch nicht als offizielles Zahlungsmittel besitzt, kann alles in Euro bezahlt werden. Nun ist es natürlich sehr schwer und man muß sehr aufpassen, in welcher Währung (Euro oder Lira) man am günstigsten bezahlt.
Ausflüge:
Von Antalya aus, werden Ausflüge der verschiedensten Art durchgeführt. Ob Busausflüge, Schiffstouren, oder Jeep Safaris, für jeden ist etwas dabei. ich möchte Ihnen einige Beispiele aufzeigen, an denen ich selbst teilgenommen habe. Bei der Jeep Safari fahren Sie ins wunderschöne Taurusgebirge und kommen in Gegenden, die Sie sonst nicht finden würden. Ebenfalls sehenswert ist ein Besuch des antiken Theaters von Aspendos. Es ist eines der besterhaltenen antiken Theater weltweit. Heute noch werden dort Konzerte veranstaltet mit so berühmten Stars wie zum Beispiel Jose Carreras. Dies war nur eine kleine Auswahl der unzähligen Ausflüge. Die Region Antalya bietet viele Möglichkeiten um einen unvergesslichen Urlaub zu verbringen.