Antalya, die interessante Metropole am Mittelmeer

Es gibt sicherlich weltweit sehr viele interessante Städte, Antalya an der Südküste des östlichen Mittelmeeres in der Türkei, gehört auf jeden Fall dazu. Fliegt man das erste Mal Antalya an, sieht man von oben nur hässliche Hochhäuser und denkt, was für eine schlimme Stadt. Der Flughafen von Antalya ist der meistfrequentierte Zielflughafen mit über vier Millionen Gästen im Jahr. War Antalya noch 1970 eine ganz verschlafene Stadt mit gerade einmal 51.000 Einwohnern, ist daraus schon fast eine Weltstadt geworden. Man schätzt die Stadt auf 1,2 bis 1,6 Millionen Einwohnern, genaue Zahlen gibt es nicht, da es in der Türkei keine Meldepflicht gibt. Der Flug von Norddeutschland dauert rund 3,5 Stunden und von Süddeutschland knappe 3 Stunden.



Sieht Antalya von unten besser aus als von oben?
Bei einem Besuch der Stadt, werden die Erwartungen übertroffen. Antalya ist eine Stadt, die alles zu bieten hat, was man sich nur wünschen kann, allerdings nicht an einem Tag. Um die Stadt richtig kennen zu lernen reicht eine Woche Badeurlaub bei Weitem nicht aus, da sind drei Wochen noch zu kurz. Geographisch gesehen ist es nicht so schwer sich dort zurecht zu finden, da man als Orientierungshilfe immer das Meer und die Berge vor sich hat. Man muss es sich wie eine Sichel vorstellen. Ganz links befindet sich der Ortsteil Lara, von dort geht es weiter Richtung Innenstadt, Shoppingmeile und Altstadt, weiter zum alten Hafen, dem neuen Jachthafen und dem Fährhafen. Dann ein paar Kilometer westlich zum Partygeschehen an den Beach Park und ein paar Meter weiter zum Migros -Einkaufscenter. Von Antalya liegt es in Richtung Kemer. Alles ist mit dem Dolmus oder der Straßenbahn, es gibt nur eine Linie, bequem zu erreichen.

Kaleici- die Altstadt von Antalya
Vom Ausgangspunkt Innenstadt liegt links die Altstadt. Das Wahrzeichen der Altstadt ist das im Jahre 130 nach Christi und schon 2000 Jahre alte Hadriantor, der Eingang zur Altstadt. Es gibt natürlich noch andere Eingänge.

Noch vor wenigen Jahren war die Altstadt die Partymeile mit ihren im osmanischem Stil erbauten Häusern. Die Altstadt gehört heute zum Weltkulturerbe und steht unter Denkmalschutz. Es befindet sich nur noch die Top-Discothek, das Ally in der Altstadt über der Hafenmoschee. Die Altstadt bietet ein schönes Panorama mit netten kleinen Pensionen wie das La Paloma, von dem 72 Jahre alten Hans aus Lübeck mit Liebe im osmanischen Stil errichtet. Es wird auch noch selbst von ihm betrieben zu zivilen Zimmerpreisen zwischen 30 und 40,- Euro die Nacht mit Frühstück. Auch sonst laden nette kleine Restaurants mit großem Garten zu einem preiswerten türkischen Essen ein.

Atatürk Cad. die Einkaufsmeile im Centrum.
Die Shoppingmeile ist ungefähr zwei Kilometer lang. Das Leben spielt sich auf der gegenüberliegenden Seite vom Hadriantor ab. Hier finden sich keine Basars, sondern ausschließlich schöne Geschäfte so weit das Auge reicht mit sehr zivilen Preisen. Es gab dort einmal Stellas Bistro mit dem leckersten Cappuccino, leider ist dort jetzt seit dem letzten Jahr Tchibo beheimatet. Ein paar Meter weiter befindet sich das Deutsch-Türkische Cafe Salman mit einem riesen Angebot an süchtig machenden Torten, gutem Kaffee und deutschen Zeitungen. Hier trifft sich alles, Jung und Alt, ein richtiges Anlaufcafe.

Die Dönergasse oder auch Fressmeile genannt.
Am zentralsten Punkt der Stadt, neben dem Hadriantor gelegen, erwarten etliche kleine Restaurants in einer großen Halle den Touristen, um ihn mit mehr schlechtem Essen als gutem Essen Maß zunehmen. Hier muss man schon wissen, wo man hingeht, um sich später nicht zu ärgern.

Wenn nicht am Meer, wo sonst sollte der Fisch gegessen werden?
Ein guter Tipp ist das Stella-Restaurant im Stadtteil Lara. Die Küche türkisch-italienisch, nicht ganz billig aber sehr gut und mit einer abendlichen Begleitmusik vom Saxophonspieler.

Ein weiteres gutes Restaurant unten am alten Hafen gelegen ist das Ekici's Fish-House.

Beach Park
Die absolute Sause erlebt der Gast am Beach Park, westlich von Antalya am Strand, hier sind die meisten Discotheken, Bars und viele Restaurants.

Wer Kulturelles liebt, hat in Antalya zwei interessante Museen. Das historische Museum und das archäologische Museum mit einer der bedeutendsten Sammlung antiker Kunst. Der Eintritt beträgt drei Euro. Natürlich muss man auch das Wahrzeichen Antalyas gesehen haben, das im 13. Jahrhundert erbaute und 40 Meter hohe Yivli Minarett. Ein Pflichtbesuch ist auch der Wasserfall in Antalya.

Interessant, zur Weihnachtszeit, gestaltet sich das sehr schön weihnachtlich geschmückte Migros-Shoppingcenter mit rund 120 Geschäften.

Das Umland. 30 Kilometer entfernt in Richtung Side liegt das Amphitheater von Aspendos, unbedingt ansehen. Dort finden immer noch sehr gute musikalische Vorführungen statt.