Urlaub in Antalya - gerne wieder!
Zehn Tage lang Sonne, Strand und Meer., endlich! Gestartet sind wir in Stuttgart. Nach knapp viereinhalb Stunden über den Wolken landeten wir in der Türkei auf dem Flughafen Antalya. Von hier aus dauerte der Transfer in unser Standhotel an der Mittelmeerküste ins Blue Garden nur etwa knapp eine viertel Stunde. Mit der Unterkunft waren wir sehr zufrieden. Das Hotel liegt zentral und dennoch in einer ruhigen Gegend und verfügt über mehrere Restaurants und sogar über eine Vitamin-Bar. Das türkische Hammam auf warmen Steinen mit einer Seifenmassage aus geschlagenen Seifenschaum kann ich jedem nur wärmstens empfehlen. Zum Relaxen gibt es auch noch eine Sauna und für Sportbegeisterte ein Fittnesscenter, Tischtennis und Billiard.
Um an den herrlichen breiten Sandstrand zu kommen, braucht man nur die dazwischenliegende Straße zu überqueren. Das Meerwasser hier ist so sauber und klar, dass man noch deutlich seine Füsse sehen kann, wenn man mit dem ganzen Körper im Wasser ist. Einen schönen Pool hat das Hotel aber auch. In 5 Minuten ist man zu Fuß an der Bushaltestelle, von der aus Busse in alle Richtungen fahren, so dass man sich auch die umliegenden Städte anschauen kann, aber wenn man gerne läuft, wie wir, dann ist man auch schnell im Stadtzentrum, dass nur zwei Kilometer entfernt liegt.
Antalya
Die Stadt Antalya ist beeindruckend. Sie liegt in einer Bucht und ist umgeben von einer beeindruckenden Gebirgslandschaft, dem Taurusgebirge. In den eng verwinkelten Gassen der Altstadt, die osmanischen Ursprungs ist und die sich größtenteils oberhalb der Steilküste befindet, reihen sich Restaurants und Geschäfte nebeneinander. Hier pulsiert das Leben. Kommt man der Gastfreundschaft der Ladenbesitzer nach, die einem stets erst einmal einen Kaffee oder Tee und eine nette Unterhaltung anbieten, so vergehen die Stunden im Flug und man kommt kaum voran, aber wir hatten ja Zeit und haben es genossen mal ganz ohne Stress einzukaufen. Handeln ist übrigens erwünscht.
Wer sich in Antalya nicht nur selbst, sondern auch seinen Gaumen auf höchstem Niveau verwöhnen lassen möchte, dem empfehlen wir sich einen Besuch im Seraser Fine Dining Restaurant gönnen. Allein das Ambiente und die liebevollen Details sind einen Besuch wert und das Essen und der Service vom feinsten. Ein weiterer Geheimtipp mit europäischen Speisen für euch ist das Vanilla Lounge, ein kleines, sehr feines Restaurant mit liebevollem Service. Das Essen ist preiswert und wird immer ganz frisch zubereitet. Neben dem Restaurant schließt sich das Cafe der Besitzer mit Lavazza Produkten und Mövenpick Eis an,welches genau so liebevoll wie das Restaurant eingerichtet ist.
In so einer antiken Stadt wie Antalya mussten wir uns auch ein paar der Überreste aus vergangenen Zeiten anschauen, wie das Wahrzeichen der Stadt, das 38 Meter hohe Yivli Minarett, ein gekappter Turm der Yivli-Minare-Moschee, welche im 13. Jahrhundert durch den Seldschuckensultan Alaaddin Keykubat I erbaut wurde. Besichtigen konnten wir ihn allerdings nur von außen. Das Minarett steht auf einem quadratischen Sockel und wurde mit Ziegelsteinen, die halb zylinderförmig sind, verkleidet. Blaue Kacheln zieren das Minarett. Neben dem Wahrzeichen steht die byzantinische Kirche, welche zu einer Moschee von den Seldschuken umgebaut wurde. Eine herrliche Aussicht über die Bucht und den Yachthafen bot uns vom 14 Meter hohe Hidirlik Turm. Dieser zweistöckige Turm wurde um 200 nach Christus auf einem quadratischen Fundament erbaut. Vermutlich diente er früher als Leuchtturm. Südlich davon schließt sich der Karaalioglu - Stadtpark an, der sehr weitläufig ist und uns zum verweilen einlud.
Auf unserer Entdeckungsstour durch die herrliche Altstadt kamen wir unweigerlich auch an der Atatürk Caddesi zum Hadrianstor, welches im Jahr 130 n. Chr. zu Ehren Hadrians erbaut wurde. Rechts und links vom Tor verlief früher die Stadtmauer. Es ist das einzig erhaltene Eingangstor zur antiken Stadt und zum Hafenviertel. Wer sich wie wir für die antike Geschichte interessiert, wird beeindruckt sein von den zahlreichen Exponaten im Archäologischen und Ethnografischen Museum von Antalya. Diese stammen aus der Zeit vom Paläolithikum bis zur Neuzeit und verdeutlichen die historische Entwicklung dieser Region. Das müsst ihr euch anschauen, uns hat die Ausstellung sehr beeindruckt. Ehrlich gesagt sind 10 Tage viel zu kurz um sich alles anzuschauen, aber wir kommen gerne wieder.
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