Skip to main content

Sehenswürdigkeiten in Antalya

Die mittlerweile über eine Million Einwohner zählende Stadt Antalya gilt gleichermaßen als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der türkischen Südküste. Viele Touristen kommen in Antalya an und verbringen anschließend einen Strandurlaub in nahegelegenen Küstenorten – also in jener Gegend, die unter dem Namen Türkische Riviera bekannt ist. Antalya ist für Urlauber oft Ziel eines kulturell orientierten Tagesausflugs, allerdings ist die Stadt derart reich an Sehenswürdigkeiten, dass eine längere Aufenthaltsdauer mit Sicherheit lohnenswert ist. Aufgrund seiner bewegenden Geschichte gibt es in Antalya besonders viele historische Denkmäler. Persische, römische und arabische Herrscher haben eindrucksvolle Spuren hinterlassen und wertvolle Grundsteine für die heutige Vielseitigkeit dieser Stadt gelegt.

Die Altstadt Antalyas

Antalya ist die Hauptstadt der gleichnamigen türkischen Provinz Antalya und bietet seinen Besuchern eine ganze Reihe an interessanten Sehenswürdigkeiten. Die meisten davon befinden sich direkt in der Altstadt oder in unmittelbarer Zentrumsnähe und sind somit gut zu Fuß erreichbar. Weite Wege sind demnach kein Problem, jedoch kann man sich in den engen und verwinkelten Gassen leicht verirren. Es kommt nicht selten vor, dass Touristen inmitten der chaotisch ineinander verlaufenden Gassen die Orientierung verlieren und die gewünschte Sehenswürdigkeit eine Weile suchen müssen. Tritt diese Situation ein, hat es wenig Sinn, einen Stadtplan zu Rate zu ziehen, denn nicht einmal die Kartenzeichner haben es bisher geschafft ein System in den Gassendschungel zu bringen. Für Touristen muss dies jedoch nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn gerade wer eine vermeintlich falsche Abzweigung nimmt, begegnet oft ganz unverhofft versteckten historischen Denkmälern, die in allen Ecken und Enden der Stadt zu finden sind. Das Erkunden der verschlungenen Gassen lohnt sich allemal, da es hier viele kleine Schätze zu entdecken gibt, die in Reiseführern oft nicht explizit als Sehenswürdigkeiten erwähnt werden.

Kaleici

Kaleici @iStockphoto/selimaksan

Das Yivli-Minarett und die Alaeddin-Moschee

Das 38 Meter hohe Yivli-Minarett diente früher den Seefahrern als wichtiger Orientierungspunkt. Da das Minarett nahezu von jedem Platz der Stadt aus sichtbar ist, ist es auch für heutige Touristen, denen die Stadt noch fremd ist, ein guter, erster Anhaltspunkt.

Das kannelierte Bauwerk wurde im frühen 13. Jahrhundert durch den seldschukischen Sultan Alaaddin Keykubat errichtet und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Auch die dazugehörige Moschee wurde im Auftrag Alaaddin Keykubats erbaut. Sie besteht aus zwölf Säulen mit sechs Ziegelkuppeln und entstand auf dem Fundament einer byzantinischen Kirche.
In unmittelbarer Nähe zum Minarett befinden sich die Ruinen einer seldschukischen Medrese, also einer ehemaligen Koranschule. Die verbliebenen Mauerreste werden heute von einer Konstruktion aus Glas und Stahl überdacht. Unterricht über die Lehren des Korans findet an dieser Stelle heute keiner mehr statt, dafür werden duftende Gewürze und wunderschönes Kunsthandwerk feilgeboten.

Etwas weiter entfernt liegt der aus dem 15. Jahrhundert stammende Mevlevihane, der besser unter dem Namen „Konvent der Tanzenden Derwische“ bekannt ist. Heute finden hier wechselnde Kunstausstellungen statt.

Das Hadrianstor

Eine Sehenswürdigkeit, der man bei einer Stadtbesichtigung Antalyas eigentlich gar nicht entkommen kann, ist das Hadrianstor. Hierbei handelt es sich um einen prunkvollen Triumphbogen, der gewissermaßen eine Grenzlinie zwischen dem historischen Kern der Altstadt und dem modernen, großstädtischen Antalya markiert. Dieses eindrucksvolle Marmorbauwerk mit seinen drei Durchgängen wurde zu Ehren Kaiser Hadrians errichtet, als dieser im Jahr 130 n. Chr. die Stadt besuchte. Die zwei massiven Türme, die sich rechts und links von den überwölbten Durchgängen befinden, stammen jedoch schon aus dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert und hatten verschiedene Konstrukteure.

Das Hadrianstor ist eines der wenigen Sehenswürdigkeiten Antalyas, das den Verlauf der Jahrhunderte weitgehend unbeschadet überstanden hat. Dafür wurden allerdings auch gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen. So war das Tor während der turbulenten Epoche des Mittelalters zum Beispiel fast vollständig zugemauert.

Der Uhrturm (Saat Kulesi)

Ein weiterer Blickfang am Rande der Altstadt ist der Saat Kulesi, ein Turmbau aus römischer Zeit. Der Turm war ursprünglich Teil einer ausgedehnten Befestigungsanlage – heute steht er aber allein auf weiter Flur. Der Name „Uhrturm“ ist eigentlich irreführend, da der ehemalige Wachturm mit Zeitmessung gar nichts zu tun hatte und die Uhr erst viel später angebracht wurde. Trotzdem ist auch dieses Bauwerk ein beeindruckendes Zeugnis der unglaublichen Vielfalt, die diese Stadt in ihrer Geschichte durchlaufen hat.

Das Kaleiçi Museum

Viele Schätze Antalyas können unter freiem Himmel bei einem Spaziergang entdeckt werden – manche sind aber auch in Museen aufbewahrt. Wer sich für Szenen aus der Stadtgeschichte und das gesellschaftliche Leben der Menschen interessiert, sollte unbedingt das Kaleiçi Museum besuchen. Die Ausstellungsräume sind in einem beeindruckenden osmanischen Herrenhaus untergebracht, das in stilvoller Weise restauriert wurde. Gezeigt werden Fotografien alter Stadtansichten und lebensgroße Puppen, die verschiedenste Szenen des Zusammenlebens verdeutlichen. Die Nachstellungen betreffen vorwiegend den Zeitraum des 18. und 19. Jahrhunderts und geben einen guten Einblick in den damals vorherrschenden Lebensstil. So werden Besuchern beispielsweise die umfangreichen Vorbereitungen eines Hochzeitsfestes nähergebracht oder sie können beobachten, worauf beim Servieren von Kaffee wertgelegt wurde.
Zum Anwesen des Herrenhauses gehörte auch eine griechisch-orthodoxe Kirche, die jedoch aufgelassen wurde. Heute werden dort verschiedene Ausstellungen gezeigt und manchmal dient der Ort auch als Kulisse für Konzerte.

Das Atatürk Museum

Wie in vielen türkischen Orten gibt es auch in Antalya ein Museum, das dem Staatsgründer Atatürk gewidmet ist. Der Politiker verweilte im Jahr 1930 für nicht ganz eine Woche in der Stadt und die Villa, in der er nächtigte, ist heute ein nach ihm benanntes Museum. Ausgestellt werden Fotografien des Staatsgründers, die ihn während seines Besuches in Antalya zeigen. Bewundern kann man außerdem ein Paar Schuhe und Socken, die er zurückließ, sowie Banknoten, Münzen und Briefmarken.

Das Archäologische Museum

Wer sich für Geschichte und Kultur interessiert, sollte sich auf keinen Fall einen Besuch im Archäologischen Museum Antalyas entgehen lassen. Das Museum verfügt über grandiose antike Sammlungen und macht Besuchern Anschauungsmaterial zugänglich, das wirklich sehenswert und historisch bedeutsam ist. Zu sehen gibt es viele einzigartige, teilweise hervorragend erhaltene Exponate aus dem frühen Anatolien. Besonders sehenswert ist die Sammlung römischer Marmorskulpturen. Auch im Museumsgarten befinden sich Ausstellungsstücke – allerdings nur jene, die den Witterungsverhältnissen standhalten können, wie zum Beispiel Sarkophage.

Der Hafen Antalyas

Der in früheren Jahrhunderten so bedeutende Hafen Antalyas beherbergt heute fast nur noch Ausflugsschiffe. Obwohl der Hafen kaum noch wirtschaftliche Bedeutung genießt, bietet er für Touristen nach wie vor schöne Fotomotive. Besucht man den Fischerhafen in der Abenddämmerung, ergeben sich mit Sicherheit besonders schöne Urlaubsbilder.
Die robusten Landmauern, die während der römischen Zeit errichtet wurden, sind bis heute erhalten geblieben und säumen noch immer das Hafenareal.
Die meisten der alten Hafengebäude sind zu Bars oder Teehäusern umfunktioniert worden und laden nach einem Spaziergang zum Verweilen ein.

Das Kesik-Minarett

Ausgehend vom Fischerhafen führt ein Treppenaufgang wieder zur Altstadt hinauf – allerdings in den weniger touristischen Teil. Dieser Bereich ist vor allem für geschichtlich interessierte Besucher besonders reizvoll, da es hier viele historische Bauten zu bestaunen gibt. In diesem Stadtteil lohnt es sich, das Mauerwerk der Gebäude eingehender zu betrachten, da dies oft mit aufwendigen, marmornen Verzierungen versehen ist.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit in dieser Gegend ist das Kesik-Minarett. Der Name Kesik-Minarett bedeutet übersetzt so viel wie „abgeschnittenes Minarett“. Diese ungewöhnliche Bezeichnung hat mit der faszinierenden Geschichte des Platzes zu tun, auf dem das Bauwerk steht. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle ein Rundtempel zu Ehren des ptolemäischen Gottes Serapis. Im 5. Jahrhundert wurde am gleichen Platz eine byzantinische Basilika errichtet. Weitere 800 Jahre später erfolgte ein Umbau dieser Kirche in eine Moschee. Diese Moschee fiel wiederum im 19. Jahrhundert einem Großbrand zum Opfer. Die Flammen verwandelten das stolze Denkmal in eine Ruine und brachten auch den oberen Teil des Minaretts zu Fall – wodurch sich der Name „abgeschnittenes Minarett“ eingebürgert hat.

Der Hidirlik Turm und der Karaalioğlu Park

Ebenfalls in der Nähe des Hafens befindet sich eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit der Stadt – der Hidirlik Turm (Hıdırlık Kulesi). Der aus dem 2. Jahrhundert stammende Turmbau besteht aus zwei Stockwerken, die unterschiedliche geometrische Formen aufweisen. Der untere Teil ist viereckig und darüber befindet sich ein rundes, zylinderförmiges Stockwerk. Doch es ist nicht nur die ungewöhnliche äußere Erscheinung des Baus, die den Wissenschaftlern bis heute Rätsel aufgibt. Auch die Frage, wozu der Turm errichtet wurde, konnte nie schlüssig beantwortet werden. Es gibt die Theorie, dass er als Leuchtturm genutzt wurde, aber endgültige Beweise dafür stehen noch aus. Vielleicht diente er als eine Kanonenplattform und sollte die Sicherheit des Hafens garantieren. Möglich ist auch, dass der Bau als Mausoleum gedacht war, genauso gut könnte es sein, dass der bis heute erhaltene Turm Teil eines ehemals größeren Ganzen war. Vielleicht steht hier also nur der Bruchteil einer alten Zitadelle?

Oder der Turm war immer schon das, was er auf jeden Fall heute noch ist – eine perfekte Aussichtsplattform. Für Touristen lohnt es sich mit Sicherheit den 17 Meter hohen – durchaus originell anmutenden – Turm zu erklimmen und die Aussicht auf Meer und Hafen zu genießen.

Ausgehend vom Hidirlik Turm ist es nur ein kurzer Weg bis zum Karaalioğlu Park. Dieser Park ist gleichzeitig ein paradiesischer Garten für Träumer, ein Abenteuerspielplatz für Kinder und eine echte Ruhe Oase für Genießer. Der älteste Park der Stadt ist jedoch nicht nur ein Anziehungspunkt für Touristen, sondern auch ein beliebter Treffpunkt für Einheimische. Zwischen ausgedehnten Grünanlagen findet man viele Teehäuser und Restaurants, die Gartenanlage eignet sich mit schattigen Promenaden aber auch für ausgedehnte Spaziergänge. Wem trotz der vielen Schattenplätzchen immer noch zu heiß ist, kann sich am Ende des Parks im angrenzenden Meer abkühlen.

Das Aspendos-Theater

Das bei Antalya gelegene Aspendos-Theater ist ein hervorragend erhaltenes Amphitheater. Es wurde im 2. Jahrhundert erbaut und gilt als eines der am besten erhaltenen Amphitheater der ganzen Welt. Die aus Marmor gefertigten Ränge bieten Platz für 20 000 Zuschauer und die Anlage ist nach wie vor für seine außergewöhnlich gute Akustik bekannt. Das im korinthischen Stil gehaltene Bühnengebäude ist dreistöckig und äußerst prunkvoll. Davor erstreckt sich die offene Bühne, perfekt eingebettet in eine nahezu unversehrte Arkadengalerie.
Das Aspendos-Theater ist heute oft Schauplatz für Konzerte und Tanzveranstaltungen. Die einmalige Kulisse eignet sich aber auch besonders gut für Ringkämpfe, die hin und wieder hier veranstaltet werden.

Die Arapsu-Brücke

Eine etwas versteckte Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Arapsu-Brücke. Hierbei handelt es sich um ein römisches Bauwerk, das im Westen von Antalya zu finden ist. Die Bogenbrücke lässt sich in die Römerzeit datieren, der genaue Erbauungszeitpunkt konnte jedoch nicht bestimmt werden. Die Arapsu-Brücke ist außergewöhnlich gut erhalten und darf aus diesem Grund nicht nur fotografiert, sondern auch ohne Scheu betreten werden. Die aus Keilsteinen konstruierte Brücke ist heute in das modere Antalya integriert und erfüllt noch immer denselben Zweck wie vor vielen hundert Jahren – sie dient als Fußgängerüberweg.

Einkaufsmöglichkeiten

In Antalya gibt es zahlreiche große und schöne Obst- und Gemüsemärkte, die eigentlich auch zu den Sehenswürdigkeiten gezählt werden müssen. Daneben gibt es natürlich viele, viele Souvenirläden, die Touristen unzählige Erinnerungsstücke für ihren Türkeiurlaub anbieten. Viele Reisende nutzen einen Besuch in Antalya aber auch um Kleidung, Schmuck oder Teppiche zu erwerben.

Die Einkaufsmöglichkeiten sind vielfältig und Besucher können zwischen zahlreichen Boulevards und Märkten wählen. Empfehlenswert ist sicher das Altstadtviertel Kaleici, aber auch der Atatürk-Boulevard oder der Cumhuriyet- Boulevard bieten sich an. Hierbei handelt es sich um schöne Flaniermeilen, in denen Besucher nicht nur gut shoppen können, sondern sich zwischendurch auch mit kulinarischen Köstlichkeiten stärken können.
Neben den zahlreichen Märkten unter freiem Himmel gibt es in Antalya natürlich auch Einkaufszentren. Eines der bekanntesten Shoppingcenter ist das Deppo, das sich in der Nähe des Flughafens befindet.

Dolphin-Aqua-Land und Minicity

Obwohl Besucher in Antalya in nahezu jeder Ecke jahrhundertealten historischen Denkmälern begegnen, hat die Stadt auch einige vergleichsweise junge Attraktionen zu bieten. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang das Dolphin-Aqua-Land und die Minicity. In der Minicity können Besucher im Schnelldurchlauf verschiedene geschichtliche Epochen der Türkei durchwandern und bedeutende Bauwerke in nachgebauten Miniaturversionen betrachten. Das Dolphin-Aqua-Land eignet sich auf jeden Fall als perfektes Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Eigentlich handelt es sich hierbei um mehrere Attraktionen, da das Dolphin-Aqua-Land verschiedene Freizeitparks vereint, die auch getrennt voneinander besucht werden können. Wer dressierte Delphine sehen möchte, kann diese im Dolphin-Land bewundern. Es gibt mehrmals täglich Vorführungen für Besucher.

Das Aqua-Land bietet hingegen ein abenteuerliches Badeerlebnis mit vielen einfallsreichen Attraktionen. Rutschen in allen möglichen Farben, Formen und Varianten, verschiedene Boote oder eine Auszeit im Wellenbad sorgen für einen unvergesslichen Badetag.

Strände in Antalya

Natürlich müssen Touristen, die ihren Urlaub in Antalya verbringen, zum Baden nicht in einen künstlich angelegten Wasserpark – wie etwa in das oben genannte Aqua-Land – fahren. Im Gegenteil – die Stadt ist bekannt für lange, schöne Strände, an denen sich Badeurlauber perfekt entspannen können.

Ein sehr beliebter Strand ist der Larastrand, ein Sandstrand, der sich über mehrere Kilometer Länge erstreckt. Wer einen Kiesstrand bevorzugt, ist am Konyaalti Strand gut aufgehoben und für diejenigen, die es eher klein und beschaulich mögen, ist der Mermerli Strand empfehlenswert. Dieser Sandstrand befindet sich in der Nähe des Yachthafens und garantiert eine besonders erholsame Atmosphäre. Ein Anziehungspunkt für viele Touristen ist auch der Adalar Strand, der für Badegäste einige Besonderheiten bereithält. Hierbei handelt es sich eigentlich um eine große Aussichtsplattform, auf der Urlauber die Sonne und atemberaubende Rundumblicke genießen können. Eine Treppe führt hinab ins Wasser, das an dieser Stelle besonders klar und rein ist.

Der Adalar Strand ist sicher einen Besuch wert, allerdings ist er für Kinder nicht empfehlenswert.