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Geografie Antalyas

Die türkische Großstadt Antalya, am Mittelmeer gelegen und mit einer Höhe über dem Meeresspiegel von 30 Metern ist Bestandteil der sogenannten Türkischen Riviera. Antalya ist eine Hafenstadt mit einer Fläche von 1.417 Quadratkilometern Ausdehnung. Diese südanatolische Stadt wird von rund 2,2 Millionen Menschen bewohnt und ihre Bekanntheit hat heutzutage vor allem mit dem Flughafen zu tun, der eine wichtige Verkehrsanbindung ist. Antalya ist aber durchaus eine Direktreise wert, denn gerade die Altstadt, die zum größten Teil oberhalb der Steilküste liegt, legt ein sehr beredtes Zeugnis der römischen und osmanischen Vergangenheit ab. Nicht zuletzt die Schönheit seiner geografischen Besonderheiten hat Antalya nebst seiner gleichnamigen Provinz zu einem der bedeutendensten Anlaufpunkte des Tourismus in der Türkei gemacht.

Die geografische Lage Antalyas

Die Türkei unterteilt sich in sieben geografische Regionen. Eine davon ist die Mittelmeerregion, in der Antalya liegt. Diese Region ist innerhalb des Landes eine der wichtigsten, vor allem deshalb, weil sie als Urlaubsziel viele Besucher an den Golf von Antalya zieht, der sich landschaftlich durch seine bizarre Steilküste auszeichnet und mit bis zu 39 Meter hohen Felsen aufwartet. Das landseitige Tiefland von Antalya begrenzt die Stadt als Küstenstreifen, der sich zwischen dem Mittelmeer erstreckt und dem weitläufigen Taurusgebirge.

Das Erscheinungsbild der Mittelmeerregion unterscheidet sich grundlegend von den anderen Regionen und wird wegen des fruchtbaren Küstengebietes auch als Türkische Riviera bezeichnet. Das Taurusgebirge, das in östlicher Richtung nicht mehr unmittelbar an der Küste liegt, sondern Raum für flache, sandige Strände bietet, macht die außerordentlich anziehende Lage zwischen Antalya und Alanya aus. Besonders reizvoll ist das bewaldete, bergige Land, in dem viele Täler die Landschaft durchbrechen und das zum Meer hin eine Steilküste bildet. Die gesamte Mittelmeerregion umfasst eine Fläche von etwa 120.000 Quadratkilometer und ist damit die viertgrößte Region im Land. Der Teil des Mittelmeeres, der auf die türkische Küste trifft, hat eine Gesamtlänge von 1.577 Kilometer. Das Wasser hat hier einen Salzgehalt zwischen 36 % bis 39 %, wobei er im Osten höher als im Westen ist. Und dass an der Türkischen Riviera zahlreiche Strände ihrer guten Wasserqualität mit der Blauen Flagge ausgezeichnet wurden, spricht für das hohe Umweltverständnis der Türkei.

Die Provinz Antalya, zu der die gleichnamige Stadt gehört, grenzt auf ihrer östlichen Seite an die Ägäis-Region. Nördlich begrenzt Zentralanatolien die Provinz Antalya und im sind Ostanatolien und Südostanatolien die Begrenzungen. Die Hafenstadt Antalya selbst liegt im Südwesten. Das Mittelmeer, das hier auf die Küste trifft, ist überwiegende ruhig. Diese Tatsache ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass Überschwemmungen hier kaum eine Gefahr darstellen. Diese Gefahr wird auch dadurch abgebremst, weil Antalya zudem noch durch die hohen Formationen der Steilküste geschützt ist. Schlechte Wetterverhältnisse haben wenige Chancen, der Stadt etwas anzutun. Nach Norden hin wird die Region vom Taurusgebirge wie von einer Barriere geschützt. Das natürliche Zusammenspiel, das durch den Küstenstreifen und das Gebirge entsteht, ist der Grund für Wohlstand, den die Region auf wirtschaftlicher Ebene genießt. Westlich von Antalya gibt es zahlreiche Höhlen und Grotten, die für Touristen verlockend sind, die aber auch eine enorme Wichtigkeit für die paläontologische Wissenschaft haben durch das Vorhandensein fossiler Funde. Sie geben Hinweise auf Lebewesen der Vorzeit.

Bekanntermaßen setzt sich die Türkei aus einem europäischen und einem asiatischen Teil zusammen, wobei der europäische Teil nur etwa 3 % ausmacht. Durch das Land zieht sich der Grenzbereich der Kontinentalplatten. Dadurch wird die Türkei häufig von Erdbeben heimgesucht. Auch die Region um Antalya bekam diese Erschütterungen schon zu spüren. Nach einigen Erdbeben, die sich im Dezember 2013 ereigneten, hatte es das letzte nennenswerte Erdbeben im März 2014 im Golf von Antalya gegeben, wobei das Epizentrum ungefähr 90 Kilometer von der Türkischen Riviera entfernt verzeichnet wurde. Direkt in Antalya und in der Provinz war es mit geringer Wirkungsstärke wahrgenommen worden. Nichts und niemand waren dabei zu Schaden gekommen. Aber auch danach gab es noch geringfügige Erschütterungen, die der Urlaubsregion glücklicherweise nichts anhaben konnten.

Geografie Antalyas

Geografie Antalyas @iStockphoto/ytwong

Das Taurusgebirge als ideale Ergänzung zur Türkischen Riviera

Antalya mit den geografischen Koordinaten 36 Grad 53’ Nord und 30 Grad 42’ Ost ist rundum – das Meer natürlich ausgenommen – vom Taurusgebirge umgeben, das sich auf insgesamt etwa 1.000 Kilometer ziemlich parallel aus östlicher Richtung nach Westen erstreckt. Seinen Anfang nimmt der kaltsteinhaltige Gebirgszug – der als ein Teil zum gesamten alpidischen, vorderasiatischen Kettengebirgssystem gehört – nur ein paar Kilometer von Antalya entfernt. Das ist landschaftlich ein doppelter Glücksfall für die Stadt, denn wer hier Badeurlaub macht, hat ebenso die Möglichkeit, einen Abstecher in das beliebte Wintersportgebiet zu machen und im Taurus-Gebirge Ski zu fahren. Diesen Wechsel kann man innerhalb eines Tages vollziehen.

Das Taurusgebirge weist schon in der Gegend um Antalya gewaltige Höhen auf, die zwischen 2.000 und 3.000 Meter aufragen. Hier ist die Landschaft durch den Wechsel von Höhen und Tälern spektakulär schön, wozu nicht zuletzt die tiefen Schluchten beitragen, die das Taurusgebirge allerdings nicht ganz leicht zugänglich machen. Ebenso durchziehen fruchtbare Tiefebenen die Region. Der Gebirgszug ist nicht nur in seiner landschaftlichen Schönheit beeindruckend, er ist auch verantwortlich dafür, dass durch ihn zahlreiche kleine, geschützte Buchten entstanden, deren malerische Atmosphäre einladend ist. Das Klima in der Region wird von diesen geografischen Verhältnissen wesentlich beeinflusst, was wiederum große Auswirkungen auf die Infrastruktur hat.

Fauna und Flora in und um Antalya

Die Küste bei Antalya bekam ihren Beinamen „Türkische Riviera“ nicht ohne Grund, sondern wegen ihrer üppigen Fruchtbarkeit. Hier beschert das mediterrane Klima der Landschaft und den Menschen eine Vegetation, die in ihrer Vielfalt charakteristisch für die Region ist und an die südfranzösische Küstenregion erinnert. Zitronen, Datteln und Bananen sind neben Palmen die besten Beispiele für den Reichtum der Flora in der Mittelmeerregion um Antalya. Auch Heilkräuter in großer Vielfalt, exotische Bäume und Büsche sind weit verbreitet, ebenso verschiedene Arten von Kakteen. Wer ursprünglich wegen der antiken Bauwerke oder einem ausgedehnten Badeurlaub nach Antalya kam, der wird erstaunt sein, was für eine teilweise gänzlich unberührte Natur hier vorhanden ist. Wie hier sogar die Ruinen mit viel Grün überwuchert sind, so, als wären sie noch gar nicht ausgegraben; das wird den Besucher in Erstaunen versetzen und ganz sicher für einen unvergesslichen Eindruck sorgen. Auch in Antalya selbst dominiert das Grün in den weitläufigen Parks. In Kombination mit dem Blau des Meeres und des Himmels ist die florale Schönheit geradezu perfekt.

Die Tierwelt in der Stadt und in der Region Antalya besteht durchaus nicht nur Arten, die europäischer Herkunft sind. Auch Exemplare von afrikanischen und asiatischen Tierarten sind anzutreffen. Auffallend die Existenz vieler unterschiedlicher Reptilien.

Klima in Antalya

Auch wenn das Klima als gemäßigt bezeichnet wird, so ist in den Hochsommermonaten mit sehr viel Hitze zu rechnen. Nicht selten herrschen Temperaturen weit über 30 Grad Celsius. Eine hohe, schweißtreibende Luftfeuchtigkeit ist dann charakteristisch für die Region, in der es im Sommer selten oder gar nicht regnet. Das macht einen Aufenthalt zu einem Hitze-Experiment, denn die Temperaturen können durchaus auch die 40-Grad-Marke erreichen. Auch Werte darüber wurden schon gemessen.

Im Juli, wenn die Sonne am längsten scheint, gibt es natürlich auch die meisten Sonnenstunden. Dieser Monat trumpft mit 397 Sonnenstunden auf. Für die Badeurlauber ist diese Jahreszeit optimal, um sie in Antalya und seiner Umgebung zu verbringen, denn die Wassertemperaturen sind dann zwar weniger erfrischend, machen aber stattdessen das Baden im Mittelmeer mit Temperaturen von bis zu 28 Grad zu einem angenehmen Vergnügen. Sommerlich, aber nicht mehr so extrem heiß, lädt Antalya in der Vorsaison ab Mai ein und in der Nachsaison wieder ab September. Bis in den Oktober hinein kann man es sich bei angenehmen Temperaturen zwischen 20 Grad und 30 Grad gut gehen lassen. Und das Badevergnügen ist immer ein angenehmes, denn das Wasser hat dann noch eine Temperatur mit Werten, die zwischen 21 Grad und 27 Grad liegen. Bei so einem Klima, das für die Nebensaison charakteristisch ist, macht es besonderen Spaß, Strandtage mit vielen Aktivitäten zu kombinieren. Entweder mit Wassersport oder mit Kultur und Historie.

Das Wort Winter hat in Antalya eine andere Bedeutung als in Deutschland. Die sogenannte kalte Jahreszeit entspricht dem fortgeschrittenen Frühling. Die Türkische Riviera ist auch dann noch ein sehr anziehend. Immerhin sind milde Temperaturen um 15 Grad vorherrschend. Die Vegetation ist in ihrer Schönheit noch präsent und mit Schneefällen ist nicht zu rechnen. Und wer sich ins Taurusgebirge begibt, kann mit Fug und Recht behaupten, dass er nach Antalya zum Skifahren gereist ist. Alles ist hier möglich. Die Mutigsten Badegäste genießen das Meer auch bei einer Wassertemperatur von ungefähr 17 Grad. Also steht auch einem besonderen Badeurlaub im Januar nichts im Wege. Die geografische Lage von Antalya und seiner Region garantiert ganzjährig Wetter, das sich zu jeder Jahreszeit urlaubsreif präsentiert. Ein großer Vorteil gegenüber den anderen klimatischen Bereichen, die es in der Türkei ja außerdem gibt.

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