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Ausflugstipps für Antalya

Es gibt viel zu erkunden, nicht nur in Antalya, sondern auch in der Umgebung. Ob man sich für eine organisierte Tour entscheidet oder die Region auf eigene Faust erkundet, bleibt jedem selbst überlassen.

Myra – die versunkene Stadt Kekova – Simena – Andriake

Die antike Stadt in der Region Lykien liegt etwa 100 Kilometer westlich von Antalya und eignet sich ideal für eine Tagestour. Es ist ein Ort mit vielen Namen: In der Antike wurde die Stadt am Fluss Demre Myra genannt, später Kale und heute Demra. Bekannt ist die Gegend vor allem durch eine Vielzahl gut erhaltener lykenischer Felsengräber, der Überreste eines Römischen Theaters und der Kirche des St. Nikolaus.

Geboren wurde Nikolaus weiter westlich in Patara, nahe der Stadt Fethiye. Sein Onkel Nikolaus war Bischof von Myra und weihte ihn im Alter von 19 Jahren zum Priester, später wurde er Abt eines nahe gelegenen Klosters. Er wirkte in dieser Region vom Ende des 3. Jahrhunderts bis zu seinem Tod in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts. Um den späteren Heiligen ranken sich unzählige Legenden, wie er vor allem Kinder, Jungfrauen und Seefahrer sozial unterstützt haben soll. Dafür wurde er nicht nur deren Schutzpatron, sondern später für diese Taten auch heilig gesprochen. Bekannter ist allerdings sein Wirken als Weihnachtsmann. Die Kirche wurde nach seinem Tod erbaut. Wegen der Verlandung des Gebietes wurde das Gotteshaus erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder entdeckt, freigelegt und renoviert. Heute ist sie ein gut besuchter Ort, und mittlerweile finden in der Kirche auch wieder Gottesdienste statt. Die Gebeine des Heiligen befinden sich jedoch seit dem 11. Jahrhundert im italienischen Bari.

Nicht weit entfernt, zwischen Kas und Demre, sind die Überreste der Stadt Kekova im Meer zu sehen. Ein Teil ragt aus dem Wasser, ein anderer Teil befindet sich unter der Wasseroberfläche und ist während einer Bootsfahrt gut zu erkennen. Die Boote legen in Ücagiz ab. Allgemein eignet sich die Küste Lykiens ideal zum Schwimmen oder Schnorcheln im türkisfarbenen Wasser, jedoch nicht im Bereich der Unterwasserruinen, denn dort ist das Baden nicht erlaubt.

Von der antiken Stadt Andriake und ihrem Hafen ist heute kaum noch etwas zu sehen. Er war für die Getreideimporte aus Ägypten von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Ausgrabungen zeigen ehemalige Zisternen, fünf Kirchen aus byzantinischer Zeit und die Überreste eines Aquädukts sowie eines 6000 Kubikmeter fassenden Getreidespeichers, eines sogenannten Granariums.

Auch von den Ruinen der antiken Stadt Simena ist heute fast nichts mehr zu sehen, denn auf ihr entstand das heutige Kaleköy. Doch die von den Johannitern während ihrer Kreuzzüge erbaute mittelalterliche Burg mit ihren mächtigen Mauern thront heute noch weithin sichtbar über Kaleköy.

Ausflugstipps für Antalya

Ausflugstipps für Antalya @iStockphoto/Özgür Donmaz

Tahtali

Antalya von oben – der über 2300 Meter hohe Tahtali-Berg ist Teil des Taurusgebirges und seine Spitze zeigt sich vor allem im ersten Halbjahr häufig in Weiß. Eine Seilbahn führt hinauf bis zum Gipfel. Die Panoramasicht auf das nahe liegende Kemer und Antalya ist einfach atemberaubend. Alternativ lässt sich der höchste Berg des Naturparks auch von Beycik aus zu Fuß erklimmen. Unten am Berg führt der bekannte lykische Fernwanderweg vorbei – von Fethiye nach Antalya. Im weiteren Verlauf passiert er auch den brennenden Berghang; dabei handelt es sich um brennende Gasfelder – die ewigen Feuer der Chimäre. Mythologisch gesehen soll es sich um eine feuerspeiende Ziege handeln, im übertragenen Sinn ist es ein brennender Stein. Beide Feuerfelder sind seit jeher religiöse Orte nahe des Dorfes Cirali, wo auch das Eintrittsgeld zu bezahlen ist. Besucht man das obere Feuerfeld von Ulupinar aus, ist der Zugang kostenlos, allerdings auch beschwerlicher aufgrund des Aufstiegs.

Green Canyon

Ein Ausflug zum smaragdgrünen Stausee Green Canyon, nahe der Stadt Oymapinar und etwa 25 Kilometer landeinwärts von Manavgat gelegen, gehört sicherlich zu den landschaftlich schönsten Tagesausflügen von Antalya aus. Die fischreichen Gewässer des Canyons im Taurusgebirge sind auch das Zuhause der Fischuhus.
Nach Herzenslust schwimmen im klaren Wasser und die frische Bergluft genießen – eine wunderschöne Landschaft mit üppigen Wäldern rahmt die Schluchten mit dem See ein und lenkt vom Trubel in den Touristenzentren ab. Hierher gelangt man auch bequem mit einem Mietwagen.

Cabriobus – Seleukia – Green Canyon – Wasserfall

Diese Tour wird von verschiedenen Veranstaltern angeboten und bietet eine günstige Möglichkeit, die abwechslungsreiche Gegend um Side kennenzulernen. Die Fahrt führt über einige Bergdörfer im Taurusgebirge zu der antiken Stadt Seleukia mit einem sehr gut erhaltenen Marktplatz. Es geht vorbei an dichten Bergwäldern und hinein in den Green Canyon mit seinem smaragdgrün leuchtenden See. Im Sommer besteht die Möglichkeit für eine Katamaranfahrt auf dem See. Die Tour folgt weiter dem Verlauf des Flusses bis zum Manavgat-Wasserfall. Unterwegs sieht man die alt-römische Naras-Brücke und es wird eine Moschee besucht. Außerdem wird noch Halt bei einem Tierpark eingelegt. Auch der Besuch einer Verkaufsveranstaltung ist möglich – unbedingt vorab erfragen.

Kappadokien

Diese Region ist so facettenreich, dass sich ein Aufenthalt von zwei oder drei Tagen empfiehlt. Kappadokien bietet malerische Täler und üppige Landschaften, viele unterirdische Städte, die magischen Feenkamine und vieles mehr.

Besonders beeindruckend ist das Tunnelsystem der 1963 zufällig entdeckten unterirdischen Stadt Derinkuyu. Bislang wurden acht Stockwerke freigelegt mit einer Fläche von mehr als 2500 m². In den oberen Stockwerken befinden sich die Wohn- und Schlafräume, während sich weiter unten ein ganzer Klosterkomplex, eine Weinpresse, Lager- und Versammlungsräume, Kerker und die Stallungen der Tiere befinden. Über ein kompliziertes, aber effektives und noch voll funktionsfähiges Belüftungssystem werden selbst die Räume, die sich 55 Meter unter der Oberfläche befinden, wie beispielsweise die Kleeblatt-Kirche, gut belüftet. Alleine die Kirche misst 25 x 10 x 3 Meter. Das unterirdische Labyrinth ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich, obwohl laut Schätzungen erst etwa ein Viertel der Anlage freigelegt wurde, die in früheren Zeiten zwischen 3000 und 50.000 Einwohner beherbergt haben soll. Sogar ein über 9 Kilometer langer Tunnel zur Nachbarstadt Kaymakli soll existieren.

Konya ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, etwa 200 Kilometer nordöstlich von Antalya. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Mausoleum von Dschalal ad-Din Muhammad Rumi, dem Begründer des Mevlevi-Ordens. Es ist heute zugleich ein Museum, wie auch ein Wallfahrtsort für Muslime, insbesondere für Anhänger des Sufismus. Besonders sehenswert sind auch das Karatay- und das Atatürk-Museum. Außerdem sind die Haci-Veyiszade-Moschee und der Kubudabad-Palast sowie der Aladin Hügel einen Besuch wert. Ein besonderes Erlebnis ist die Vorführung der tanzenden Derwische der Mevlevis. Eine UNESCO-Weltkulturstätte findet sich 40 Kilometer südöstlich der Stadt, es ist die ausgegrabene Siedlung aus der Jungsteinzeit namens Catalhöyük. Mit der restaurierten Karawanserei Sultanhani zwischen Konya und Aksaray finden sich hier auch noch Spuren der legendären Seidenstraße.

Besonders schön ist das Devrent-Tal und insbesondere Göreme mit seinen Feenkaminen. Dabei handelt es sich um natürliche Ablagerungen einer Vulkaneruption, die im Laufe der Zeit mit härterem Gestein überzogen wurde und die sich der Mensch zu Nutzen machte, indem er die bis zu 30 Meter hohen Pyramiden aus Tuffstein aushöhlte und zu Wohnhäusern oder Kirchen umfunktionierte. Besonders außergewöhnlich sind die Pilzformationen im Tal der Mönche.
Die Stadt Göreme ist touristisch sehr gut erschlossen und bietet neben dem Erkunden der Gegend mit dem Pferd auch das Erlebnis, die außergewöhnliche Szenerie mit einem Heißluftballon aus der Luft zu betrachten. Empfehlenswert nach der Erkundung der ungewöhnlichen Behausungen ist ein Wellnessbesuch für Körper und Geist im türkischen Bad – dem Hamam. Später, während des Abendessens, werden oftmals Bauchtanzvorführungen dargeboten.
Auf der Rückfahrt bleibt Zeit für einen Stopp im Zentrum für Töpferwaren in Avanos. Dieses liegt am längsten Strom der Türkei, dem roten Fluss Kizilirmak, der Ton mit sich führt und dem Wasser den rötlichen Farbton verleiht.

Perge – Aspendos – Side

Perge liegt nur 14 Kilometer nordöstlich von Antalya und war eine antike Stadt. Während Side, die zweitwichtigste Stadt der Pamphylien, heute noch existiert, stehen von Perge lediglich Ruinen, wie das antike Theater für 14.000 Zuschauer mit dem noch zur Hälfte erhaltenen Bühnengebäude sowie den Reliefs. Sie zeigen die fabelhaften Zentauren und den Kampf der Giganten. Der ursprünglich umlaufende Arkadengang existiert leider nicht mehr. Auf dem Weg in die ehemalige Stadt passiert man das Stadion mit 15.000 Plätzen. Die Ruinen der ovalen Türme an der Stadtgrenze bewachen die Stadt auch heute noch, zum zentralen Platz führen breite und lange Kolonnaden. Dort ist der Rundtempel der Schicksalsgöttin Tyche zu sehen und im Westen lassen sich die Thermen, ein Aquädukt und gleich dahinter die Nekropole entdecken.

Das schöne und gut erhaltene Theater in Aspendos, einer weiteren antiken Stadt, stammt jedoch aus römischer Zeit und bietet Platz für 8000 Besucher. Selbst heute finden hier noch Veranstaltungen statt. Die Stadt war früher ein Handelszentrum und liegt zwischen Antalya und Manavgat.

Side
Auf einem Teil der antiken Stadt Side erbauten Fischer das heutige Dorf Selimiye. Side bedeutet übrigens Granatapfel. So schön wie diese Frucht sind auch die noch erhaltenen Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise das riesige Theater für bis zu 20.000 Zuschauer und die Bibliothek, die Große Therme und die gerne für Fotos genutzte Säulenstraße.

Segeltörn

Warum nicht an Bord einer Segelyacht den Anblick der türkischen Riviera genießen? Angebote gibt es in großer Zahl, denn das Farbspiel mit den hohen, teilweise schneebedeckten Taurusbergen, der dichten grünen Vegetation am Fuße der Gebirgskette und dem türkisfarbenen Meer ist unbeschreiblich schön. Am Morgen geht es meist erst einmal nach Phaselis. Idlyllisch gelegene Buchten mit kristallklarem Wasser laden zum Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen ein. Häufig wird die Bucht von Olympos gewählt, wo auch das Mittagessen serviert wird. Anschließend geht es zu anderen schönen Liegeplätzen mit tollen Bademöglichkeiten.

Pamukkale – Hierapolis

Pamukkale ist nicht nur eine Weltkulturstätte der UNESCO, sondern auch ein Muss für jeden Türkeireisenden. Das heilende Quellwasser in den Kalksinterterrassen ist absolut empfehlenswert – ein Bad im Kleopatra-Pool ist wohltuend und kann Wunder wirken.

Die Ruinen der Stadt Hierapolis liegen oberhalb von Pamukkale. Mit über 1200 Gräbern ist es die größte Totenstadt in Kleinasien. Meist handelt es sich dabei um häuserartige Gräber mit einer Grabkammer und Bänken. Außerdem sind noch erhalten: ein großes Theater, der Apollotempel, Bäder und ein Gymnasium sowie Teile der Stadtmauer. Reich wurde die Stadt durch die Weberei und Textilhandel. Das Wasser der warmen Quellen wurde zur Färbung der Wolle genutzt. Der Name Pamukkale kommt nicht von ungefähr, bedeutet er doch übersetzt Baumwollburg. Besonders beeindruckend sind die Sonnenauf- und -untergänge mit den Spiegelungen auf den Terrassen.

Was bietet die Umgebung von Antalya noch?

Natürlich lassen sich auch einfache Touren zu den nahe gelegenen Wasserfällen in Manavgat, am Fluss Düden oder zum Alara Wasserfall im Taurusgebirge unternehmen. Antalya eignet sich darüber hinaus ideal für Sport- und Freizeitaktivitäten. Etliche Golfanlagen stehen in der Umgebung zur Verfügung. Der lykische Fernwanderweg und unzählige Nationalparks bieten optimale Voraussetzungen für wunderschöne Wanderungen, wie beispielsweise am Berg Sandras. Einen weiteren sehr schönen Wanderweg durch das Schmetterlingstal erreicht man nur nach einer Bootspassage von Ölüdeniz zum Eingang des Tals. Wenn es etwas abenteuerlicher sein darf: Canyoning, die Kombination aus Wandern und Klettern, erfreut sich in der Region immer größer werdender Beliebtheit und auch Wildwasser Rafting ist schwer im Kommen. Selbst unter der Erde bietet die Region ein fast unüberschaubares Angebot an Höhlen, die es zu erkunden gilt. Oder wie wäre es mit Reiten an einem menschenleeren Strand wie in Patara oder mit einem Ausritt in die prächtige Natur? Natürlich laden die türkische Riviera sowie die Ägäis zu allen Arten von Wassersport ein. Gerade Segelfreunde kommen hier bestens auf ihre Kosten. Selbst das Windsurfen findet zwischen Antalya und Side immer mehr Anhänger. Auch unter Wasser gibt es vieles zu entdecken, vor allem vor der lykischen Küste von Kas. Deshalb werden auch Tauchsafaris immer beliebter, auch in Kombination mit einem Segeltörn. Und wer selbst in der Türkei nicht auf Wintersport, insbesondere dem Skifahren, verzichten möchte, findet nördlich von Antalya in 1850 Meter Höhe das am nächsten gelegene Skigebiet zum Meer weltweit.

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